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Große Überraschung in Sindelfingen: RSV-Kollege präsentiert das früheste Probe-MH 1

von Dr. F. Mörbel 

Da staunten die Kollegen an den Ständen des akmh und des RSV nicht schlecht, als eines unserer Mitglieder ein „MH 1 ohne Werbung“ hervorholte (s. Abb. unten), das er vor ca. 10 Jahren mit einer Sammlung MH erworben hatte und das den handschriftlichen Vermerk „März 1951“ trägt. Angeregt durch die Posthorn-Broschüre des RSV wollte er nun doch einmal wissen, was es damit auf sich hat.

Als er mir später die Bilder schickte, schrieb er dazu: Am Stand des akmh sei es als „Versuchs- oder Vorlageheft“ bezeichnet worden, von Herrn Zerbel, der zufällig dort anwesend war, als „keine Fälschung“ und später am Stand von Schlegel hieß es, man habe „so etwas noch nicht gesehen“. Ist doch schön, dass sich so etwas 62 Jahre nach Ausgabe des MH 1 noch finden lässt.

Etwas Wesentliches unterscheidet es von allen anderen Probe- oder Vorlage-MH 1: es enthält beide Heftchenblätter und die noch unbedruckte Lasche ist nicht angeklebt, sondern geklammert. Dies zusammen mit dem Vermerk „März 1951“ machte es leicht, das Heft einzuordnen (s. Literatur: Posthorn-Broschüre S. 6 und 47):

Die Staatsdruckerei schickte am 19.3.1951 „5 Probedrucke zur Prüfung“ an das Postministerium und „20 Probedrucke vom Umschlag“ an die Postreklame. Mithin enthielten die 5 Hefte auch die H-Blätter (alle späteren nur die Deckel). Da erst am 21.3.1951 der Aufdruck auf der Lasche festgelegt wurde („Zum Einlegen der Steuermarken Notopfer Berlin“) und die Postreklame erst im Juni die beiden Reklamen für die Deckelseiten beibrachte, muss es sich um eines der o.g. 5 Probehefte handeln. Weiterer Merkmale bestätigen das:         

Alles weitere können Sie im neuen RSV-Bulletin 6/2013 lesen!

Literatur: Dr. F. Mörbel, Die frühen Markenheftchen der Bundesrepublik Deutschland, Teil 1: Posthorn, RSV 2013